"Natürlich" schöne Highlights


Viele Naturschönheiten lassen sich in Bruchmühlbach-Miesau entdecken. Manche von Ihnen sind als Naturdenkmäler ausgezeichnet, manche Zeugen einfach so von der Geschichte unserer Gemeinden oder sind ein ganz besonders idyllisches Fleckchen Erde.

Elendsklamm

Wie kommt die Schlucht "Elendsklamm" zu ihrem Namen? Nicht etwa weil das Leben der Menschen früher elendig war oder weil der heutige Anblick der Natur in der Klamm jämmerlich oder beklagenswert scheint. - Nein, der Name rührt vom althochdeutschen Wort Alilendi, das sich zu Elend wandelte und dabei auch die Bedeutung änderte ab. Alilendi bedeutet demnach "im Fremden". Aus sicht der Namensgeber lag die Elendsklamm also "im Fremden", jenseits der Grenzen oder auch in einer anderen Gemarkung. Denn die Elendsklamm war seit je her eine bedeutende Grenze die auch zu Zeiten des letzten Raubritters Franz von Sickingen hart umkämpft war.
Das Naturdenkmal Elendsklamm stellt durch seine vielfältigen geobotanischen Erscheinungsformen eine ganz besondere landschaftliche Attraktion dar. Kleine stufenförmige Kaskaden und sprudelnde Wasserfälle, bizarre Verwitterungsformen in hartem Quarzsandstein, Blockmeere und überhängende Buntsandsteinschichten sind seit Beginn des Erdmittelalters Zeugen der wirkungsvollen Kraft fließenden Wassers. Denn der Frohnbach formte vor unzähligen von Jahren diese einzigartige Landschaft. Wie? - Wird sich ein mancher fragen: Damals war der Frohnbach noch ein "tosender" Fluss. Durch sein "Getöse" bekam auch die "Tausend"-Mühle ihren Namen.
 
Die 3 Kilometer lange Schlucht verfügt über gut ausgebaute Wanderwege, die der natürlichen Topographie der Buntsandsteinschlucht folgen.

Achtung/Hinweis:
-    Das Gelände der Elendsklamm erfordert eine mittlere Kondition. (Treppen und Anstiege sind zu bewältigen!)
-    Gutes Schuhwerk sollte bei jeder Wanderung unbedingt zur Ausrüstung gehören!
-    Kartenmaterial ist beim Touristikbüro Bruchmühlbach-Miesau erhältlich.